• Obst und Fructoseintoleranz

Harmlose Fructose, schwerwiegende Folgen

Von |2024-03-18T17:47:00+01:00Februar 1st, 2023|Kategorien: Fructoseintoleranz|Tags: , |
Patientenbroschüre Fructose Histamin Reizdarm kostenlos bestellen

Ist Fructoseintoleranz eine Allergie?

Es gibt viele Lebensmittel, die bei Menschen Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen. Dazu gehören auch so wertvolle Lebensmittel wie Hühnereier, Kuhmilch, Nüsse oder Obst. Die Symptome können dabei sehr verschieden sein. Es reicht von Hautreaktionen über Übelkeit und Durchfall bis hin zu Atemnot und Kreislaufversagen. Nicht immer steckt hinter den Symptomen allerdings eine Allergie. Manchmal kann auch der Mangel an bestimmten Enzymen oder Proteinen zu Unverträglichkeitsreaktionen führen oder eine Autoimmunerkrankung steckt dahinter, wie das bei Zöliakie der Fall ist. Sind die Symptome einer Fructoseintoleranz auf eine Allergie zurückzuführen?


Aus Studien weiß man, dass die Fructoseintoleranz in vielen Fällen mit einem Mangel an Zink, Folsäure und Tryptophan einhergeht. Dies kann sich unter anderem durch Antriebslosigkeit, häufige Erkältungen und depressive Verstimmungen bemerkbar machen. Viele Betroffene haben daher das Bedürfnis, sich ausreichend mit diesen Nährstoffen zu versorgen. Das Apothekenprodukt Fructophan Kapseln wurde speziell für die Bedürfnisse von Menschen mit Fructoseintoleranz entwickelt und unterstützt den Körper dabei, diese wichtigen Nährstoffe täglich auf sichere und bequeme Weise zuzuführen. Mehr Info… (gesponsert)


Wann ist von einer Nahrungsmittelallergie die Rede?

Ist eine überschießende Reaktion des Immunsystems für die Symptome verantwortlich, handelt es sich um eine Nahrungsmittelallergie. Harmlose Bestandteile der Lebensmittel können bei einer Allergie lebensbedrohliche Symptome verursachen. In Deutschland leiden zwischen vier und sechs Prozent der Kinder und zwei bis drei Prozent aller Erwachsenen an einer Nahrungsmittelallergie.

Wie entstehen Nahrungsmittelallergien?

Das menschliche Immunsystem ist sehr lernfähig. Es kann körpereigene von körperfremden Zellen unterscheiden und weiß, welche Substanzen dem Körper Schaden. Es beseitigt eingedrungene Krankheitserreger und zerstört außer Kontrolle geratene körpereigene Zellen, wie im Fall von Krebszellen.

Lebensmittel sind körperfremde Substanzen, die dem Körper keinen Schaden zufügen. Sie sind für das Überleben notwendig. Das Immunsystem sollte sie also nicht bekämpfen. Doch genau das passiert bei einer Lebensmittelallergie.

Ob sich eine Allergie entwickelt liegt zum einen an Erbfaktoren, zum anderen liegt es auch an Umweltfaktoren. Beispielsweise kann zu viel Hygiene die Entstehung von Allergien begünstigen. Die Symptome einer Allergie reichen von Hautreaktionen über Reaktionen der Atemwege bis hin zu Reaktionen im Verdauungssystem.

Nach einem ersten Kontakt mit der harmlosen Substanz reagiert das Immunsystem übertrieben und bildet Antikörper gegen körperfremdes Eiweiß, sogenannte IgE-Antikörper. Das Immunsystem hat sich sensibilisiert. Bei einem erneuten Kontakt mit der Substanz binden sich die Antikörper an die allergieauslösenden Bestandteile. Allergieauslösende Immunzellen entstehen, die Botenstoffe freisetzen, beispielsweise Histamin. Bei den Betroffenen kommt es zu klassischen Symptomen wie Hautjucken, Quaddelbildung, Schwellungen im Gewebe.

Diese Symptome treten meist sehr schnell nach dem Kontakt auf, meist innerhalb von wenigen Minuten bis maximal zwei Stunden. Manchmal zeigen sich Hautreaktionen auch erst nach ein oder zwei Tagen.

Was unterscheidet eine Nahrungsmittelallergie von einer Unverträglichkeit?

Für viele Menschen gibt es keinen großen Unterschied zwischen einer Allergie und einer Unverträglichkeit. Dass es seit einigen Jahren eine EU-Verordnung gibt, nach der alle Allergene in Lebensmitteln gekennzeichnet sein müssen, halten sie für eine EU-Schikane. Dabei geht sehr oft unter, dass es zwischen einer Unverträglichkeit und einer Allergie große Unterschiede gibt.

Bei beidem geht es um die Ernährung, doch medizinisch sind sie verschieden. Eine Allergie ist eine durch das Immunsystem hervorgerufene überempfindliche Reaktion auf eine bestimmte Substanz. Die allergische Reaktion erfolgt nicht ausschließlich beim Verzehr. Auch der Kontakt über die Atemwege oder die Haut kann zu allergischen Reaktionen führen. Im Körper sind Antikörper entstanden, die sich in einer Blutanalyse nachweisen lassen.

Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit ist eine Überempfindlichkeitsreaktion, die nicht das Immunsystem hervorgerufen hat. Dafür gibt es unterschiedliche Ursachen:

  • Enzymmangel
  • Mangel an bestimmten Proteinen
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Pharmakologische Stoffe wie Lebensmittelzusätze oder Histamin

Sie lösen Überempfindlichkeitsreaktionen auf, weil der Organismus bestimmte Nahrungsmittelbestandteile nicht richtig verwerten kann.

Welche Symptome treten auf?

Die Symptome bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit sind oft ähnlich der einer Allergie. Ein wesentlicher Unterschied besteht in den für Intoleranzen typischen Magen-Darm-Beschwerden, wie krampfartige Bauchschmerzen, Blähbauch, starke Blähungen und Durchfall. Manchmal kommen noch Sodbrennen und Übelkeit hinzu. Bei einer Fructoseintoleranz kann es zu zahlrechen weiteren Beschwerden kommen, wie Depressionen, höhere Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkbeschwerden. Auch die Haut kann sich verändern Es kann zu entzündlichen Erkrankungen, unreiner Haut und Juckreiz kommen. Die Reaktionen lassen teilweise bis zu 48 oder sogar 72 Stunden nach dem Verzehr auf sich warten. Bei einer Intoleranz kann es allerdings nicht zu einem allergischen Schock kommen.

Welchen Mechanismus setzt Fructoseintoleranz in Gang?

Bei der Fructoseintoleranz ist es nicht das Immunsystem, das auf einen allergieauslösenden Stoff reagiert. Es ist vielmehr der Mangel an bestimmten Transportproteinen, der für die Beschwerden verantwortlich ist. Das gilt nicht nur für Fructoseintoleranz, sondern auch für andere Intoleranzen. Wenn im Darm beispielsweise nicht ausreichend Lactase vorhanden ist, also das Enzym, das Lactose aufspalten soll, kommt es zu einer Lactoseintoleranz. Der Dünndarm kann die Lactose nicht aufspalten, sie gelangt in den Dickdarm, wo es dann zu Beschwerden kommt. Bei der Fructoseintoleranz gibt es nicht ausreichend GLUT-5 Transportproteine. Der Dünndarm kann den Fruchtzucker nicht verstoffwechseln, sodass er in den Dickdarm gelangt und dort Symptome auslöst. Dabei haben die Betroffenen ganz unterschiedliche Toleranzgrenzen. Sie können kleinere oder manchmal auch größere Mengen verzehren, ohne dass es zu Symptomen kommt.

Welchen Unterschied macht es für die Betroffenen?

Ob es sich um eine Allergie oder eine Intoleranz handelt, macht für die Betroffenen sehr wohl einen Unterschied.

Die Reaktionszeit ist eine andere. Bei einer Allergie kommt es bereits nach wenigen Minuten oder spätestens innerhalb einer Stunde zu Reaktionen. Bei Unverträglichkeiten kann es bis zu 48 oder sogar 72 Stunden nach dem Verzehr dauern, bis sich Symptome zeigen. Die Diagnose einer Allergie ist daher meist schnell und leicht möglich. Bei einer Unverträglichkeit ist eine Selbstdiagnose oft sehr schwierig.

Die Symptome können sich wesentlich voneinander unterscheiden. Bei einer Allergie kommt es meist zu Ausschlägen, Rötungen und Schwellungen. Werden sie zu spät erkannt oder bleiben unbeachtet, kann es zu lebensbedrohlichen oder sogar tödlichen Situationen kommen. Kleinste Mengen des Allergens reichen aus, um eine Reaktion bis hin zum anaphylaktischen Schock auszulösen.

Die Nahrungsmittelunverträglichkeit ist einerseits harmloser. Doch die Symptome können ebenfalls schwerwiegend sein. Sie verursacht Leistungsminderung, Gewichts- und Hautprobleme sowie heftige Bauchschmerzen. Zudem lassen sich die Beschwerdebilder oft nicht auf den ersten Blick mit einer Unverträglichkeit in Zusammenhang bringen. Diffuse Symptome sind beispielsweise Ekzeme, Gelenkbeschwerden, Migräne, chronischer Schnupfen oder ADHS bei Kindern.


Fotonachweis: (c) adobe media, Fructoseintoleranz und Allergie. Young beautiful hispanic woman preparing vegetable smoothie with blender at the kitchen. Von Krakenimages.com

Fructophan ZInk-Folsäure-Tryptophan Kapseln bei Fructoseintoleranz
Fructophan Kapseln

AUTORIN

Steffi Brand

KATEGORIE

Fructoseintoleranz

GEPOSTED AM

01. Februar 2023

Aktuelle Beiträge


1005, 2021

Ernährungstherapie bei Fructoseintoleranz

Mai 10th, 2021|Kategorien: Fructoseintoleranz|Schlagwörter: , |0 Kommentare

Was darf auf den Teller? Durchfall, Blähbauch, Krämpfe und Völlegefühl – das sind die häufigsten Symptome einer Fructoseintoleranz. Stehen diese Symptome in Zusammenhang mit fructosehaltigem Essen, so muss man Mehr lesen!

904, 2021

Daran lässt sich eine Fructoseintoleranz erkennen

April 9th, 2021|Kategorien: Fructoseintoleranz|Schlagwörter: , |0 Kommentare

Wenn Fruchtzucker Beschwerden auslöst Bevor der Hausarzt einen H2-Atemtest durchführt, um eine Fructoseintoleranz zu diagnostizieren, ist die Mitarbeit des Patienten gefragt: Auf die Ernährung achten, Symptome feststellen und diese Mehr lesen!

1603, 2021

Histaminreiche Speisen und Getränke, auf die Sie bei Histaminintoleranz acht geben sollten

März 16th, 2021|Kategorien: Fructoseintoleranz, Histaminintoleranz|Schlagwörter: , , , |0 Kommentare

Histaminbomben im Überblick Wie Histamin in Lebensmittel entsteht, ist schnell erklärt: Bei der Gärung der Aminosäure Histidin entsteht Histamin. Das passiert im Grunde bei allen Lebensmitteln, die einen Reifeprozess Mehr lesen!

103, 2021

Die besten pro- und präbiotischen Lebensmittel für eine gesunde Darmflora

März 1st, 2021|Kategorien: Fructoseintoleranz, Histaminintoleranz, Mikrobiom|Schlagwörter: , , , , |0 Kommentare

Natürliche Vorkommen nützlicher Darmbakterien und ihrer Nahrungsgrundlage Pro- und präbiotische Speisen im Überblick Als Mikrobiom wird die natürliche Darmflora bezeichnet, die aus einer Vielzahl an Organismen besteht. Wichtigste Bestandteile Mehr lesen!

102, 2021

Nährwertkennzeichnung bei Nahrungsmittel-Unverträglichkeit

Februar 1st, 2021|Kategorien: Fructoseintoleranz|Schlagwörter: , |0 Kommentare

Hilft der Nutri-Score Menschen mit Fructoseintoleranz? Seit Herbst 2020 säumt eine weitere Kennzeichnung von Lebensmitteln immer mehr Produkte im Einzelhandel. Die Rede ist vom sogenannten Nutri-Score, der farblich hinterlegt Mehr lesen!

1501, 2021

Unterwegs mit Nahrungsmittelintoleranz

Januar 15th, 2021|Kategorien: Fructoseintoleranz, Histaminintoleranz|Schlagwörter: , , , |0 Kommentare

Auswärtsessen bei Histaminintoleranz und Fructoseintoleranz In Zeiten von Corona müssen Restaurants vielfach schließen und Einladungen von Freunden bleiben aus. Dennoch möchten wir das Thema «Auswärts essen» in weiser Voraussicht Mehr lesen!

Nach oben