Welche Stämme haben einen histaminsenkenden Effekt?
Darmbakterien bei Histaminintoleranz einzunehmen, ist ebenso wichtig für den Körper wie schwierig. Darmbakterien sind wichtig für die Verdauung, das Immunsystem, die Synthese von Vitaminen, den Schutz vor pathogenen Keimen, zur Entzündungsregulation sowie für Stimmung und Gehirnfunktionen. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Ballaststoffen, probiotischen Lebensmitteln sowie regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf können dazu beitragen, die Vielfalt und das Gleichgewicht der Darmbakterien zu erhalten. Allerdings ist bei der Auswahl von Darmbakterien bei Histaminintoleranz Vorsicht geboten, denn der Magen-Darm-Trakt reagiert oft hoch sensibel.
Liegt ein Mangel an Coenzymen der Diaminoxidase (DAO) vor, kann die Aktivität dieses Enzyms beeinträchtigt sein. Histaminreiche Speisen und Getränke werden dann schlecht toleriert und verursachen Beschwerden. Viele Betroffene haben deshalb das Bedürfnis, ihre Versorgung mit diesen Nährstoffen täglich sicherzustellen. Das Präparat Betadianin Kapseln wurde speziell zu diesem Zweck entwickelt und unterstützt die tägliche Ernährung mit diesen essenziellen Nährstoffen auf bequeme und sichere Weise. Mehr Info… (gesponsert)
Wofür sind Darmbakterien wichtig?
Das Darmmikrobiom spielt eine wichtige Rolle für Ihre Gesundheit.
- Darmbakterien helfen bei der Verdauung von Nahrungsmitteln, insbesondere von Ballaststoffen und anderen schwer verdaulichen Substanzen. Sie produzieren Enzyme, die dabei helfen, Nährstoffe abzubauen und aufzunehmen.
- Darmbakterien sind wichtig für die Regulation des Immunsystems und dienen so dem Schutz des Körpers vor Krankheitserregern.
- Einige Darmbakterien können Vitamine wie Vitamin K und Biotin produzieren, die für verschiedene Stoffwechselprozesse im Körper wichtig sind.
- Eine gesunde Darmflora kann das Wachstum schädlicher Bakterien hemmen und so Infektionen vorbeugen.
- Darmbakterien können Entzündungen reduzieren oder kontrollieren.
- Es gibt Hinweise darauf, dass das Darmmikrobiom auch Auswirkungen auf die Stimmung, das Verhalten und die Gehirnfunktion haben kann.
Warum ist der Darm bei Histaminintoleranz so sensibel?
Magen-Darm-Beschwerden sind nur ein Symptom der Histaminintoleranz. Schuld an Bauchkrämpfen, Durchfall, Blähbauch, Völlegefühl, Sodbrennen, Übelkeit und Stechen im Bauch sind die Rezeptoren im Magen und entlang der Darmwand, die bei Kontakt mit histaminhaltigen Lebensmitteln aktiviert werden. Die Folge ist eine Art Kettenreaktion: Das Histamin aktiviert die Muskelzellen in Magen und Darm, das erhöht wiederum die Darmbewegung.

Welche Darmbakterien sind bei Histaminintoleranz geeignet?
Bei Histaminintoleranz ist es wichtig, die Darmflora im Gleichgewicht zu halten und das Wachstum von histaminsenkenden Bakterien zu fördern. Einige Darmbakterien können dabei helfen, Histamin abzubauen oder den Histamingehalt im Darm zu regulieren.
Als histaminsenkende Darmbakterien bei Histaminintoleranz gelten: Bifidobacterium infantis, Lactobacillus gasseri, Bifidobacterium longum, Lactobacillus rhamnosus und Lactobacillus salivarius. Als histaminneutrale Darmbakterien bei Histaminintoleranz gelten: Lactobacillus gasseri, Lactobacillus rhamnosus und Lactobacillus salivarius.
Kritisch, weil möglicherweise histaminbildend, sind hingegen diese Darmbakterien: Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus bulgaricus, Lactobacillus casei, Lactobacillus fermentum, Lactobacillus helveticus, Lactococcus lactis, Streptococcus thermophilus, Enterococcus faecalis, Enterococcus faecium und Escherichia coli.
Der große Stellenwert von Darmbakterien bei Histaminintoleranz
Die individuelle Reaktion auf bestimmte Bakterienstämme kann variieren, was auch bedeutet: Nicht alle Personen mit Histaminintoleranz profitieren von der Einnahme dieser probiotischen Bakterien. Es wird empfohlen, mit einem Arzt oder Ernährungsberater zu sprechen, um individuelle Empfehlungen für probiotische Lebensmittel zu erhalten und sicherzustellen, dass sie zur jeweiligen Reaktion auf Histamin passen. Eine ausgewogene, histaminarme Ernährung mit probiotischen Lebensmitteln wie Buttermilch, Dickmilch und Kefir kann ebenfalls dazu beitragen, eine gesunde Darmflora aufrechtzuerhalten.
Bildnachweis: (c) Adobe media. Wichtigkeit von Darmbakterien bei Histaminintoleranz. Macro view of healthy gut bacteria and microbes. Von World of AI
(c) Adobe media. Darmbeschwerden durch Histaminintoleranz. Bauchschmerzen und Magenkrämpfe. Von Robert Kneschke
AUTORIN
Steffi Brand
KATEGORIE
Histaminintoleranz
GEPOSTED AM
31. Mai 2024
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