• Übergewicht bei Histaminintoleranz

Ab auf die Waage

Von |2022-02-04T12:29:18+01:00Mai 16th, 2022|Kategorien: Histaminintoleranz|Tags: , , |

So wirkt sich eine Histaminintoleranz auf das Körpergewicht aus

Statistiken zufolge sind nur die wenigsten Menschen mit ihrem Körper und ihrem Gewicht zufrieden  – und das unabhängig davon, ob sie Normalgewicht haben oder nicht. Nur zu gerne würden sie ein paar Kilogramm weniger auf die Waage bringen. Bei einigen Krankheiten oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten fallen die Pfunde beinahe wie von selbst oder es geht gewichtstechnisch gar in die andere Richtung und die Betroffenen legen ordentlich an Gewicht zu. 

Wie sich eine Histaminintoleranz auf das Körpergewicht auswirken könnte, soll der folgende Beitrag zeigen. Im Fokus stehen dabei diese Fragen:

  • Sorgt eine Histaminintoleranz für eine Gewichtszunahme oder für eine Gewichtsabnahme? 
  • Kann eine Histaminintoleranz zu Untergewicht führen?

Gewichtsabnahme durch Histaminintoleranz? 

Warum eine Histaminintoleranz eine Gewichtsabnahme bedingen kann, kann zwei Gründe haben:

  1. Bei einer Histaminintoleranz sind Convenience- und Fast-Food-Produkte ebenso tabu wie Alkohol, Schokolade und Knabbereien. Demzufolge könnte eine Histaminintoleranz eine automatische Gewichtsabnahme mit sich bringen – nach dem Motto: Wer histaminhaltige Lebensmittel vom Ernährungsplan streicht und Histaminliberatoren meidet, ernährt sich automatisch gesünder und ausgewogener – und das zeigt sich natürlich auch auf der Waage. 
  1. Die Folgen einer unangepassten Ernährung trotz Histaminintoleranz sind vor allem eins: unangenehm. Auch so kann die Gewichtsabnahme bei einer Histaminintoleranz erklärt werden. Wer an Magen-Darm-Beschwerden, Migräne, Kopfschmerzen, Hautreaktionen, Schwindelgefühl und Atemwegsbeschwerden leidet, könnte an Gewicht verlieren.

Gewichtsabnahme als Begleiterscheinung oder Gefahr? 

Wer ohnehin ein paar Kilogramm verlieren wollte, dem kommt jede Form der Nahrungsumstellung gelegen, die zur Gewichtsabnahme führt. In einigen Fällen führt die sogenannte Histamin-Diät auch zu weiteren, positiven Begleiterscheinungen. Hier und da gibt es Berichte darüber, wie eine Histamin-Reduktion in der Ernährung nicht nur zu weniger Beschwerden geführt hat, sondern auch für mehr Energie im Körper. Anstatt den Organismus mit der Verarbeitung der Histamine zu belasten, sorgt die Ernährungsumstellung also dafür, dass mehr Energie freiwerden kann. 

Tipp: Bedingt eine Histaminintoleranz eine Gewichtsabnahme und ein leichteres Lebensgefühl, sollte dieser Zustand bzw. die Entwicklung genau betrachtet werden. Das individuelle Wohlgefühlgewicht zu halten, ist dabei ein wichtiges Ziel. Dabei sollte ein wacher Blick auf die Waage erfolgen, um Untergewicht durch eine Histaminintoleranz vorzubeugen. Ein wichtiger Richtwert könnte in diesem Zusammenhang der BMI-Wert sein, der sich nach Geschlecht, Größe und Gewicht richtet und beispielsweise bei der Deutschen Adipositas Gesellschaft online als Rechner-Tool zur Verfügung steht. Als Normalgewicht wird ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 angesehen. Darunter besteht die Gefahr von Untergewicht, darüber ist die Rede von Übergewicht oder gar Adipositas.

Gewichtszunahme durch Histaminintoleranz – ist das denkbar?

Eine Histaminintoleranz sorgt für Magen-Darm-Beschwerden. Wie diese aussehen können, ist jedoch recht unterschiedlich. Denkbar ist, dass histaminreiche Lebensmittel oder Histaminliberatoren in der Ernährung zu Durchfall und Übelkeit führen. Meist weisen die Symptome einer Histaminintoleranz eher in Richtung einer erhöhten Stuhlfrequenz. Dennoch gibt es auch Fälle, in denen eine Histaminintoleranz das Gegenteil bewirkt hat, sprich: Das Überangebot an Histamin sorgt im Körper nicht für eine Abwehrreaktion in Form von Durchfall oder Brechreiz, sondern für eine Verkrampfung im Magen-Darm-Trakt, was zu einer Verstopfung durch eine Histaminintoleranz führen kann. Eine Verstopfung aufgrund einer Histaminintoleranz könnte dann auch Symptome wie Schmerzen, Krämpfe und einen Blähbauch verschlimmern.

In diesen Fällen wird eine Verstopfung gefährlich

Es gibt kaum valide Richtwerte, die Auskunft darüber geben, wann eine Verstopfung gefährlich werden könnte, denn ein „regulärer“ Stuhlgang kann mehrmals täglich bedeuten oder nur alle zwei Tage. Als Faustregel gilt, dass ein Stuhlgang unter dreimal pro Woche als Verstopfung gewertet werden könnte. Allerdings wird in der Praxis meist erst dann eine Verstopfung diagnostiziert, wenn sie für Schmerzen sorgt. Bei Krämpfen oder starken Bauchschmerzen kann die Verstopfung durch eine Histaminintoleranz bedingt sein – allerdings könnte dies auch bis zum Darmverschluss führen und richtig gefährlich werden. Spätestens jetzt ist ein Gang zum Arzt wichtig und unumgänglich.


Fotonachweis: (c) adobe media, Übergewicht trotz Histaminintoleranz? Female eating pizza slice, von motortion

AUTORIN

Steffi Brand

KATEGORIE

Histaminintoleranz

GEPOSTED AM

16. Mai 2022

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