• Gesunde Darmflora und ein gesundes Immunsystem sind entscheidend

Gesunde Darmflora und ein gesundes Immunsystem sind entscheidend

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Hilfreiche Bakterienkulturen und Mikroorganismen bei Fructose- und Histaminintoleranz

Der menschliche Darm hat normalerweise eine Länge von etwa sechs bis neun Metern. Seine Oberfläche ist so groß wie zwei Tennisplätze. Der Darm ist somit das größte Organ im menschlichen Körper. Durch seine Beschaffenheit kann er viele Stoffe aus der Nahrung während des Verdauungsprozesses aufnehmen. Allerdings können über den Darm auch viele Keime und andere Krankheitserreger in den Körper gelangen. Was können Menschen mit Fructose- und Histaminintoleranz tun, wenn die Darmflora ohnehin geschädigt und damit nur eingeschränkt funktionsfähig ist?


Die Besiedlung des Darms mit nützlichen, probiotischen Bakterien ist von entscheidender Bedeutung für seine Gesunderhaltung. Die regelmäßige Zufuhr von “positiven” Darmbakterien unterstützt das harmonische Gleichgewicht der Bakterienstämme, denn pathogene Bakterien und Pilze werden von nützlichen Darmbakterien aus ihrem Lebensraum verdrängt. Abdigan Kapseln wurden speziell zu diesem Zweck entwickelt. Sie bieten ein großes Spektrum an hochdosierten Lebendkulturen, die in einer gesunden Darmflora vorkommen. Mit nur einer Kapsel pro Tag leisten Sie so einen entscheidenden Beitrag für Ihre Darmgesundheit. Mehr Info… (gesponsert)


Der Darm – das Zentrum des Immunsystems

Im Darm sitzen mehr Abwehrzellen als in anderen Körperorganen wie den Atemwegen oder der Haut. Die enorme Oberfläche verfügt über drei Hürden, um Krankheitserreger fernzuhalten: die Darmschleimhaut, die Darmflora (auch Mikrobiom genannt) und das darmassoziierte Immunsystem (GALT). Wenn der Darm nicht richtig funktioniert, wirkt sich das auch auf die Immunabwehr aus.

Der Dünndarm

In der Schleimhaut des Dünndarms gibt es Zellen für die Nährstoffaufnahme sowie Zellen zur Abwehr von Krankheitserregern. Die sogenannten „Paneth“-Zellen geben spezielle Stoffe ab, um Krankheitserreger zu bekämpfen. M-Zellen sammeln Krankheitserreger ein und bringen sie zu bestimmten Abwehrzellen.

Der Dickdarm

Der Dickdarm spielt eine größere Rolle im Abwehrsystem. Dort befindet sich eine dicht mit Bakterien besiedelte Schleimhaut, die das Immunsystem steuert. In der Darmschleimhaut sitzen auch Lymphknoten, in denen die sogenannten Lymphozyten sitzen. Diese weißen Blutkörperchen bilden Antikörper und machen damit Krankheitserreger unschädlich. Bei Bedarf senden sie Botenstoffe über die Lymphbahnen und aktivieren so weitere Immunzellen, die den Körper schützen. Das Immunsystem und der Darm sind eng miteinander verbunden. Über Blut- und Lymphbahnen gelangen alle Informationen in das gesamte Immunsystem.

GALT

Die meisten Zellen des Immunsystems befinden sich im Darm. Etwa 80 Prozent der Abwehrreaktionen finden dort statt. Das Immunsystem bekämpft schädliche Mikroorganismen. Viele Krankheitserreger können bereits durch Magensäure unschädlich gemacht werden, aber einige gelangen in den Darm, wo die Darmzellen sie bekämpfen. Das darmassoziierte Immunsystem (GALT) gehört zum lymphatischen Immunsystem und markiert und vernichtet gezielt Fremdstoffe. Über dieses System gelangen die Immuninformationen in den gesamten Körper. Gleichzeitig ist dieses System in der Lage, körpereigene Zellen, gute Bakterien und Nahrungsbestandteile zu erkennen. Ist der Darm gesund, ist es auch das Immunsystem.

Wie verändert sich die Darmflora bei Histaminintoleranz?

Bei einer Histaminintoleranz kann der Anstieg der Histaminkonzentration verschiedene Ursachen haben. Die erhöhte Histaminkonzentration kann entstehen, wenn die Nahrung zu viel Histamin enthält oder wenn zu viele histaminbildende Bakterien im Darm vorhanden sind. Im gesunden Darm gibt es diese Bakterien nur in geringer Anzahl. Wenn ihre Zahl einen bestimmten Wert überschreitet, treten meist Beschwerden auf. Studien haben gezeigt, dass das Mikrobiom bei Menschen mit Histaminintoleranz anders zusammengesetzt ist als bei weniger empfindlichen Personen.

Wie verändert sich die Darmflora bei Fructoseintoleranz?

Bei einer Fructoseintoleranz liegt oft nicht nur eine veränderte Darmflora vor, sondern der Darm ist auch gereizt. Nicht absorbierte Fructose bleibt im Darm und wird von den Bakterien abgebaut. Dadurch verändert sich die Bakterienflora. Einige Bakterien verschwinden, während andere stark zunehmen. Die vielen Darmgase üben ständig Druck auf die Darmwand aus und reizen den Darm zusätzlich. Wenn die Darmflora aus dem Gleichgewicht gerät, haben schädliche und potenziell krankmachende Bakterien sowie Pilze leichtes Spiel, um sich anzusiedeln und zu vermehren.

Wie kann man eine gesunde Darmflora unterstützen?

Um die Symptome bei Histamin- und Fructoseintoleranz zu lindern, sollte man sich in erster Linie um eine gesunde Darmflora bemühen und unerwünschte, krankmachende Keime verdrängen. Die histaminbildenden Bakterien können sich besonders gut vermehren, wenn die Darmflora gestört ist. Die schützenden Bakterien bilden die sogenannte Säuerungsflora, die aus Lactobazillen und Bifidobakterien besteht. Diese probiotischen Bakterien können mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln wieder in der Darmflora angesiedelt werden. Allerdings gibt es probiotische Bakterienstämme, die selbst Histamin produzieren. Deshalb ist es bei Histaminintoleranz wichtig, die richtigen Bakterienstämme auszuwählen. Auch Bakterien, die Buttersäure produzieren, sind wichtig für eine gesunde Darmflora. Beispiele dafür sind Faecalibacterium prausnitzii. Diese Bakterien haben ebenfalls einen günstigen Einfluss auf die Symptome.

Fazit

Wer für eine gesunde Darmflora sorgt, zum Beispiel mit entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln, hat gute Chancen, die Symptome bei Histamin- und Fructoseintoleranz besser unter Kontrolle zu bekommen.


Bildnachweis: (c) Adobe media. Darmschleimhaut und Darmzotten. Von Steffen Kögler

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AUTORIN

Steffi Brand

KATEGORIE

Fructoseintoleranz

GEPOSTED AM

02. Januar 2024

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