Tipps zur histaminarmen Ernährung und sicheren Lebensmittelauswahl
Tiefgefrorene Lebensmittel sind für Menschen mit Histaminintoleranz nicht grundsätzlich ein Tabu. Tatsächlich gibt es viele Tiefkühlprodukte, die für Betroffene sogar empfehlenswert sein können, solange bestimmte Regeln eingehalten werden. Insbesondere dann, wenn Obst oder Gemüse unmittelbar nach der Ernte eingefroren wurden und keine zusätzlichen Inhaltsstoffe enthalten sind, ist die Verträglichkeit oft hoch. Entscheidend ist, wie die tiefgekühlten Lebensmittel weiterverarbeitet und aufgetaut werden, denn bei falscher Handhabung kann die Freisetzung von Histamin begünstigt werden.
Liegt ein Mangel an Coenzymen der Diaminoxidase (DAO) vor, kann die Aktivität dieses Enzyms beeinträchtigt sein. Histaminreiche Speisen und Getränke werden dann schlecht toleriert und verursachen Beschwerden. Viele Betroffene haben deshalb das Bedürfnis, ihre Versorgung mit diesen Nährstoffen täglich sicherzustellen. Das Präparat Betadianin Kapseln wurde speziell zu diesem Zweck entwickelt und unterstützt die tägliche Ernährung mit diesen essenziellen Nährstoffen auf bequeme und sichere Weise. Mehr Info… (gesponsert)
Können Tiefkühlprodukte histaminarm sein?
Oftmals sind Tiefkühlprodukte überraschend histaminarm, insbesondere tiefgefrorenes Obst und Gemüse, das frisch nach der Ernte konserviert wurde. Diese Produkte enthalten von Natur aus wenig Histamin und bieten eine sichere Alternative zu länger gelagerten oder industriell verarbeiteten Lebensmitteln. Dennoch gibt es Ausnahmen: Fertiggerichte aus dem Tiefkühlregal beziehungsweise vorgekochte und später eingefrorene Speisen können bereits vor dem Gefrieren einen erhöhten Histamingehalt aufweisen. Dies gilt sowohl für industrielle Lebensmittel als auch für selbst zubereitete Reste von Festtagen, die eingefroren wurden.
Welche Tiefkühlprodukte sind bei Histaminintoleranz empfehlenswert?
Für Betroffene eignen sich vor allem tiefgekühlte Obst- und Gemüsesorten, die sofort nach der Ernte ohne Zusatzstoffe eingefroren wurden. Gut verträgliche Beispiele sind:
- Äpfel und Birnen
- Pfirsiche und Nektarinen
- Zucchini, Kohlrabi, Karotten und Sellerie
Diese Lebensmittel sind bei Histaminintoleranz meist unproblematisch. Bei Fleisch und Fisch gilt hingegen Vorsicht: Hier kann der Histamingehalt sowohl durch die Lagerung als auch durch einen zu schnellen oder unsachgemäßen Auftauprozess steigen. Rind, Schwein, Lamm und Geflügel sollten bestenfalls frisch zubereitet werden. Alternativ kann direkt tiefgekühltes Fleisch verwendet werden, das langsam im Kühlschrank aufgetaut und direkt verarbeitet wird. Fisch und Meeresfrüchte sollten generell gemieden werden, da sie von Natur aus reich an Histamin sind.

Welche Risiken bergen fertige Tiefkühlgerichte bei Histaminintoleranz?
Fertiggerichte aus dem Tiefkühlregal sind für histaminintolerante Menschen meist doppelt problematisch. Sie enthalten oft schon vor dem Einfrieren viel Histamin, durch den Auftauprozess kann der Gehalt weiter steigen. Auch selbst zubereitete und eingefrorene Reste sind kritisch zu sehen, da beim erneuten Aufwärmen zusätzliches Histamin entstehen kann.
Wie wichtig ist der Frischefaktor bei histaminarmer Ernährung?
Die beste Empfehlung für eine histaminarme Ernährung bleibt: möglichst frisch einkaufen, schonend zubereiten und auf einen geringen Verarbeitungsgrad achten. Frische Lebensmittel aus dem Laden sind bevorzugt; alternativ sind Tiefkühlprodukte gut geeignet, sofern sie unmittelbar nach der Herstellung eingefroren wurden. Reste aufgetauter Tiefkühlkost sollten nicht wieder aufgewärmt, sondern am besten sofort gegessen werden. Denn durch Aufwärmen und lange Lagerung steigt der Histamingehalt weiter an, was die Verträglichkeit negativ beeinflussen kann.
Quelle
Fotos
(c)Adobe Media: Glühwein bei Histaminintoleranz. Christmas background with hot wine punch. Von Floydine
(c) Adobe Media: Histaminarme Weinalternativen. Three glasses with white, rose and red wine. Wide photo Von Rostislav Sedlacek
AUTORIN
Steffi Brand
KATEGORIE
Histaminintoleranz
GEPOSTED AM
04. Januar 2025
Aktuelle Beiträge
Therapie Histaminintoleranz: Maßnahmen zum Aufbau der Diaminoxidase (DAO)
Nach dieser Behandlung vertragen Sie histaminreiche Speisen wieder Von der fruhimi-Wissenschaftsredaktion Die Histaminintoleranz ist eine Erkrankung, die immer häufiger auftritt und oft von Ärzten übersehen wird. Sie tritt verstärkt Mehr lesen!
Der HIT-Diätreport
Wie lässt sich die Histaminintoleranz mit einer Low-Carb-Ernährung vereinbaren? Bei einer Low-Carb-Ernährung geht es darum, den Verzehr von Kohlenhydraten wie Brot, Pasta und ähnlichen Lebensmitteln zu minimieren. Dadurch bleibt Mehr lesen!
Leckere Winterheißgetränke
Welche Heißgetränke sind bei Fructoseintoleranz und Histaminintoleranz erlaubt? Die Winterzeit bringt viele leckere Heißgetränke mit sich. Besonders auf den Weihnachtsmärkten gibt es Höhepunkte wie Glühwein, Punsch oder Gewürztee. Aber Mehr lesen!
Gesunde Darmflora und ein gesundes Immunsystem sind entscheidend
Hilfreiche Bakterienkulturen und Mikroorganismen bei Fructose- und Histaminintoleranz Der menschliche Darm hat normalerweise eine Länge von etwa sechs bis neun Metern. Seine Oberfläche ist so groß wie zwei Tennisplätze. Mehr lesen!
Betacur wird umbenannt in Betadur
Betacur wird zu Betadur - Neue Identität für eine bewährte Marke Betacur ist vielen Menschen mit Histaminintoleranz seit langem ein geläufiger Begriff. Jetzt wird das beliebte Präparat umbenannt und Mehr lesen!
Das Immunsystem stärken bei FI und HIT
Tipps bei Histamin- oder Fructoseintoleranz Das Immunsystem ist ein wichtiges Verteidigungssystem unseres Körpers gegen Viren, Krankheitserreger und fremde Mikroorganismen. Um das Immunsystem optimal zu unterstützen, bedarf es einiger Maßnahmen. Mehr lesen!








